Spielerei, oder eine Alternative zum F2B?

Faszination im Blickfeld

Zuerst einwenig belächelt kam beim Verfasser eigentlich erst spät nach Sichtung einiger "youtube" Videos des eigentlichen Initiators und amtierenden Europameisters in F2B, Igor Burger Slovakei der Wunsch auf, es auch mal zu probieren.Beflügelt von den tollen Filmli und der Tatsache an den dritten Indoor Wettbewerb insgesamt über 20 Teilnehmer nach Pardubice Tschechei verschiedenen Nationen angereist sind wollte ich es auch versuchen. Das E - Stunt Feeling kannte ich ja schon vom Outdoorflug. Also flugs der einzige in Frage kommende Bausatz GeeBee bei Tatjana von Bulgarien bestellt, was einfach ohne grosse Mühe machbar war und sofort bestätigt wurde.

Tatyana Uzunova (E-Mail) vertreibt im Auftrag von Igor Burger den Bausatz, welcher derzeit in Bulgarien produziert wird. Das Angebot umfasst lediglich den Kit, und, oder als Option mit Powertrain, sowie mit Leinen set. Es empfiehlt sich den Kit mindestens mit dem Leinenset zu kaufen, besser aber den gesamten Bausatz zu ordern, so bezahlt man nur ein Preis und hat dann auch nur einmal den Bestellaufwand. Jede Bestellung wird fein säuberlich gelistet und erhält eine Produktions - Nr., sodass man genau nachverfolgen kann wenn man dann mit der Lieferung dran ist, wann ich mit dem Bausatz rechnen kann. Bei mir hat es dann halt doch satte 4 Wochen gedauert, da in der Startphase noch beim Bedrucken einige Probleme zu bewältigen waren. Zwischenzeitlich sollen diese Startschwierigkeiten gelöst sein und der Kit trifft schneller beim Kunden ein.

Bau des Fiegers- Bauphase 1

Depron zusammenkleben
Nach Eintreffen wurden alle Depronplatten und Montageteile vorderhand mal fein säuberlich ausgebaut und auf dem Tisch sortiert. Was auffällt ist Tatjana gleich noch ein unbedruckter Flieger zum selben Preis mitliefert.
Dies in der Annahme wohl , sollte ein Bruch entstehen man gleich noch einen Ersatz zur Hand hat. Die Steuerteile sind dito der Flyerkonturplatten dito säuberlich ausgeschnitten und halten sich in der Glasfaserplatte aus 1mm in einem Konturpunkte, sodass das Montageteil mit Leichtigkeit entweder mit Balsamesser ober via Dremel herausgelöst werden kann. Als Klebstoffstoff wird empfohlen das Depron Material mittels Sekundenkleber und geeignetem Aktivator zu verbinden. Dies kann in den hiesigen Modebaugeschäften erworben werden und gilt als gängiges Verbindungsmittel das dauerhaft fest bleibt. Achtung unbedingt den Aktivator nach dem Sekundenkleber aufbringen verwenden, dann geht das Verkleben sekundenschnell und trägt massiv zum schnelleren Arbeitsweise bei.

Als erstes habe ich die Flächen einwenig auszusteift, da mir diese recht labil vorkamen und zwar so wie ich das vom RC Indoorflug in Erinnerung hatte. Konkret man nimmt Packschnur und zackt diese mittels eben Sekunden Kleber um die Kontur der Fläche. Schnurr lässt sich bekanntlich gut formen und liegt einwandfrei an, dies im Gegensatz zu irgendwelchen Kohlerowings.
Danach erfolgt die Bleiverklebung 12 gr. die Aussen Depronfläche im Schwerpunkt. Dabei habe ich eine Bleiplatte auf die Dicke der Depronplatte geschliffen sodass diese sauber integriert werden kann.Bei der Innenfläche wird die richtige Lokation des Steuersegmentes markiert (noch nicht verkleben, machen wir est nach Fertigaufbau des Fliegers).
Am anderen Tag klebt man die Debronstanzteile zusammen auf einer flachen Bauplatte, oder einem Tischblatt.Beim Stabilo sind vor man die Ruder mittels Klebstreichen anklebt (achtung nur Oberseite) 2 x 1.5mm Kohlestäbe, zwecks Stabilisierung einzuleimen. Geht alles sehr flott voran wenn mit mit Aktivator arbeitet.
Danach liegt auf der Bauplatte mal ein flacher Flieger und man beginnt mit dem Verkleben der Senkrechten Rumpfseitenwände wonach das Ding schon langsam Form annimmt . Nach einer 180Grad Drehung beginnt man mit dem Verbauen der Fahrwerkaufnahmen. Die Leichtgewicht Kunststoffräder 2 gr. werden mittels einem Kohlerowing im Depron gehalten, dito ist die Radachse ebenfalls aus 1.5mm Kohlestab. Hier muss man unbedingt aufpassen , dass kein Sekundenkleber in Die Radachsen fliesst , ansonsten es vorbei ist mit der leichtgängigen Rollwirkung, welche man aber in der Halle bei Start benötigt.
Das Spornrad ist aus einem Eichenstab mit Durchmesser 12mm als Scheibe mit 2mm Dicke abgesägt worden. Das Rad sitzt auf einem 1.5er Aludraht und wird formgerecht ans Heck geklebt. Hat mir so besser gefallen als lediglich ein Draht.
So nun kann man das Fliegerli umdrehen und bereits auf das Fahrwerk stellen , sieht schon nach etwas aus. Nun müssen noch das Rumpfoberteil, sowie die Rumpfstabilisatoren verklebt werden, was wegen den bereits erledigten Ausstanzungen leicht gelingt. Was noch fehlt ist das Seitenruder, welches ohne jeglichen Seitenzug gerade ans Heck gezackt wird. So Bauphase 1 fertig.

Bauphase 2

Steuerungsteile montieren
Alle nötigen Steuerungsteile sind feinsäuberlich in einer GlasfaserPlatte mit 1mm Dicke vorausgesägt und haften lediglich noch an einer winzigen nicht durchgetrennten Stelle.Nun trennt man die Teile fein säuberlich entweder mit der Laubsägemaschine , oder aber einem scharfen Balsamesser von der Glasfaser Platte.
Zuerst wird der Steuersegment Drehpunkt markiert auf der Innenfläche Unterseite. Der Drehpunkt ist mittels einer M2 Schraube in einer desgleiche Einschlagmutter gegeben. Dabei wird die mit der Einschlagmutter versehene Platte unterseits an die entsprechende Flügelstelle mit Sekundenkleber verleimt. Vor wie nun aber das Segment montieren müssen die Leinen Oesen befestigt werden.
Standardmässig sind die Leinenenden bereits mit einer kleinen Rundöse versehen welche eine Ø2 mm Bohrung enthalten. Nun schneidet man am Segment bei den Leinenbefestigungslöchern, plus dem Drehpunkt je ein M2 Gewinde mittels Gewindebohrer. Nach dem Reinigen montiert (dreht) man das Segment auf die Drehpunktschaube in die richtige Höhenstellung.
Erst jetzt kann man die Steuerleinen mittels M2 Schrauben befestigen. Natürlich muss vorher das Einfädeln via die Leinenführung aus der Unterseite betrachtet erfolgen, danach werden die Leinen Ösen nun sorgfältig mittels 2 kleinen M2 Schrauben am Segment befestigt, angeschraubt (keine Angst hält einwandfei und sicher). Nach einer kurzen Funktionsprobe wird der Steuerpunkt am Segment mit dem jenigen am Ruderhorn mittels einen Kohlefaserstange im Durchmesser 2 mm (Achtung nicht im Bausatz muss gesondert im Modellbau erworben werden) verbunden.
Dazu unbedingt die mitgelieferten Drehbaren Metallteile verwenden , die funktionieren einwandfrei und ergeben eine leichtgängige Steuerrung. Die Befestigung der Schubstange erfolgt dabei via 2 x M2 Madenschrauben, welche einfach eingedreht werden müssen und so die Stange fixieren So nun kann bereits abschliessend das Höhenrüder bewegt werden, fertig.

Bauphase 3

Powertrain montieren
Zuerst wird am Frontteil das Glasfaserbefestigungskreuz mittels 24 Stunden Araldit angeleimt (hier ist es nicht ratsam Zacki zu verwenden war mit zu unsicher). Nach einer Wartezeit kann man die bereits vorgegebenen Bohrungen mit einem Ø 1mm Bohrer leicht nachbohren. Jetzt den Motor mit bereits verlöteten, männlichen Steckern mit kleinen Parkerschauben fein säuberlich montieren , dabei nicht zu stark anziehen, nur so viel als nötig. Der APC Propeller wird mit einem sogenannten Prop Adapter mittels zweier grossen O - Ringen befestigt.
Der ESC, ebenfalls mit bereits verlöteten Stecken wird nun gleich wie der Timer mittels doppelseitigen Klebeband am Rumpf , bzw. im Schwerpunkt des Flieger verklebt, hält einwandfrei.
Nun muss mittels Auswiegen, unter Beachtung der Schwerpunktlage die Antriebsbatterrieposition ermittelt werden. Bei mir ist das auf der Rumpfaussennseite ca. 70mm vom Motorspant beginnend. Die Halterung der Batterie erfolgt mittels sogenanntem Klettband (ist im Handel erhältlich) und einem Gummiband das mittels einem Kunststoff Röhrchenstück gehalten wird. Jetzt müssenn noch die individuellen Durchsatzbohrungen wo die Kabel des ESC mit der Batterie verbunden werden gemacht werden. Abschliessend wird das Fliegerlein mit allen montierten Komponenten schwerpunktmässig ausgewogen und der exakte Batterie Positionsort durch Filzstift Markierung angezeichnet.
Vor einer Funktionskontrolle des Motors stafffinden kann muss sowohl der ESC, plus der Timer vorsichtig programmiert werden. Dazu habe ich mir bei Conrad Elektronics ein sogenannte Jetibox beschafft, welche dazu sehr gut geeignet ist. Bitte zum Erstflug den Timer mal auf lediglich eine Minute einstellen damit man sich zuerst an das Ding gewöhnen kann.

Flugerfahrung

Der Geradeausflug ist auf einem 1m Level zu halten, was nach Motorabstellen sehr hilfreich ist, da nach Ausgehen des Motors der Flieger schnell absackt, da ja keine Masse vorhanden ist der ein Ausschweben ermöglicht. Also bereit sein und möglichst tief fliegen vor dem Ausgehen, ansonsten der Flieger hart aufs Fahrgestell donnert.
Der von mir verwendet Activ Timer ist so eingestellt, dass wenn der Flieger von der flachen Bahn abweicht der Motor deutlich zulegt an Leistung und somit in den Manövern die benötigte Kraft liefert, respektive rücknimmt . So ist es problemlos möglich das gesamte F2B Outsoor Program mit 5m Leine zu fliegen.
Dabei liegt die bequem spürbare Rundenzeit bei 4.6 sek. pro Runde, was ich als ideal empfunden habe. Der Flieger reagiert auch vorzüglich bei eckigen Manövern , trotz der fehlenden Gegen-Klappen, äusserst gut. Desweitern empfinde ich es als sehr angenehm keine Eigenwirbel feststellbar sind , man steht einfach da und fliegt das Kunstflug Figurenprogramm, ohne irgendwelche Wanderungen wie bei Outdoor Flug Windsstille. Man fühlt sich so nach relativ wenigen Flügen sicher und kann bald anfangen mit dem Indoor Training.

Indoor GeeBee CL Flying- Peter Hofacker

Technik und Daten

Gewicht

240gr

Spannweite

900mm

Länge

870mm

Schwerpunkt

55mm ab Flügelvorderkante

Leineausgang Innenflügel

nach Plan Burger genau einhalten

Rundenzeit

4.6 sek

Leinenlänge (Oese , Oese).

5m

Flugzeit

4 Min 15 Sec.

Propeller

APC 10 x 4.8 E Prop. (unbedingt nicht kleiner)

Motor

Burger spezial 36 gr.

Laufzeit

4 min 15 sek.

Regler

Jeti Spin 11

Batterie

850mAh / 2s / 30C

Dangsagung

Der Bau dieses mit Leichtigkeit innert 14 Stunden zu bewerkstelligenden Baus hat wir riesen Spass bereitet.
Abschliessend möche ich Igor Burger, welcher mich während der Einflugphase massiv unterstützt hat recht herzlich danken und hoffe sich mit Hilfe dieses Berichtes noch einige Anhänger des Indoor Fluges finden lassen.
Zwischenzeitlich habe ich mir noch einen Distanzmesser besorgt, womit ich zuerst in einer Halle den benötigten Platz, insbesondere die zur Verfügung stehende Höhe, ausmessen kann.

Mögliche Rückfragen sind zu richten an :

Peter Hofacker
Mail: phofacker@eblcom.ch
Mobil 079 240 33 18

Werkstatt

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